Vorlesungsguide

Auf dieser Seite sind alle Vorlesungen des Bachelorstudiums Informatik und Internet Computing mit einer kurzen Beschreibung und ein paar Schlagworten zusammen getragen. Diese Liste soll helfen ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, was euch in den einzelnen Vorlesungen erwartet. Sofern eine Veranstaltung fehlt oder eine Beschreibung fehlerhaft ist, zögert nicht euch bei uns per Mail oder persönlich zu melden.

Informatik

Analysis I

Analysis I beschäftigt sich mit eindimensionaler reeller und auch komplexer Analysis. Wichtige Themen sind Folgen und Reihen und deren Konvergenz (Grenzwerte), Stetigkeit von Funktionen, Differentiation, Extremwertrechnung und Integration. Außerdem werden Potenz- und Taylorreihen behandelt.
Eine sinnvolle Voraussetzung für Analysis I ist Lineare Algebra I, da in Analysis bereits das Bekanntsein grundlegender Beweismethoden, sowie insbesondere Wissen über Mengenlehre erwartet werden.
Konvergenz, Stetigkeit, Differentiation, Integration, Extremum, Potenzreihe

Analysis II

Analysis II verallgemeinert die in Analysis I gelernten Begriffe auf allgemeine Räume, insbesondere auch mehrdimensionale. Die Grundlage dafür legen Metriken und Normen, metrische Räume, vollständige, kompakte und zusammenhängende metrische Räume. Darauf aufbauend wird in mehrdimensionalen reellen Räumen Stetigkeit, partielle und totale Differenzierbarkeit, Extremwertrechnung und Integrierbarkeit behandelt. Weitere Kapitel drehen sich um Fourierreihen und implizite Funktionen.
Metrischer Raum, Stetigkeit, Differentiation, Integration, Extremum, Partielle Differenzierbarkeit, Mehrdimensionaler euklidischer Raum

Einführung in die Stochastik

Einführung in die Stochastik beschäftigt sich mit der Wahscheinlichkeitsrechnung. Zunächst werden die für die Modellierung stochastischer Aufgabenstellungen notwendigen Teile der Kombinatorik angerissen. Dann werden mit Sigma-Algebren und messbaren Räumen die algebraischen Strukturen für die Wahrscheinlichkeitsrechnung definiert. Darauf werden dann Wahrscheinlichkeitsdichten und -maße, Zufallsvariablen und deren Wahrscheinlichkeitsverteilungen aufgebaut, außerdem noch bedingte Wahrscheinlichkeit. Besonders werden reelle Zufallsvariable und ihre Charakteristika behandelt. Dann werden mehrere Zufallsvariablen auf einmal betrachtet, nämlich mit der Korrelation zwischen Zufallsvariablen und stochastischen Prozessen. Mithilfe von Grenzwertsätzen werden unendliche Annäherungen gerechtfertigt. Weitere Themen sind die statistische Parameterschätzung und statistische Tests von Hypothesen.
Sigma-Algebra, Messbarkeit, Zufallsvariable, Wahrscheinlichkeitsverteilung, Korrelation, Stochastischer Prozess, Statistischer Test, Schätzer

Lineare Algebra I

Lineare Algebra I ist üblicherweise die erste Mathevorlesung, die Studierende der Informatik, bzw. des Lehramtes an der Universität hören. Am Anfang gibt es eine Einführung in die strenge Beweisführung und in die grundlegenden algebraischen Strukturen (Gruppen, Ringe, Körper), wie sie in den übrigen Mathevorlesungen vorausgesetzt werden. Deshalb sollte man hier auf keinen Fall die ersten Vorlesungen und Übungen verpassen. Danach geht es an den Hauptstoff, nämlich Vektorräume, direkte Summen, Faktorräume, Basen, lineare Gleichungssysteme, Homomorphismen, Matrizen und Determinanten.
Strenges Beweisen, Vektorraum, Gleichungssystem, Matrix, Homomorphismus

Lineare Algebra II

Lineare Algebra II setzt Lineare Algebra I fort. Vektorräume werden zu Modulen verallgemeinert, Ringe zu Algebren spezialisiert. Der erste große Bereich umfasst Eigenwerte, Minimalpolynom und charakteristisches Polynom, f-invariante Zerlegungen und darauf aufbauend Normalformen von Matrizen, inbesondere die Jordansche Normalform. Ein weiterer Teil behandelt euklidische bzw. unitäre Vektorräume, Orthogonal- und Orthonormalbasen, Bilinearformen bzw. Sesquilinearformen, außerdem orthogonale bzw. unitäre Abbildungen, selbstadjungierte Abbildungen und Quadriken.
K-Algebra, Modul, Eigenwert, Jordansche Normalform, Orthonormalbasis, Bilinearform

Theoretische Informatik II

Theoretische Informatik II baut auf Theoretische Informatik I auf. Die Veranstaltung wird üblicherweise im selben Semester wie TI 1 ab der Hälfe des Semesters belegt. Es werden die Themen Komplexitätstheorie, P/NP, kontextfreie Sprachen und reguläre Mengen behandelt. Die zentralen Lernziele der Veranstaltung sind ein tieferes Verständnis von Nicht-Determinismus, sowie die formale Beschreibung und Klassifikation von Problemen.
Komplexitätshierarchie, O-Notation , Speed-Up Theoreme, Satz von Savitch, Reduktionen, NP-Vollständigkeit, Normalisierung von Grammatiken, CYK-Algorithmus, Äquivalenz CFG und Kellerautomaten, minimaler DFA, Lemma von Jaffe

Internet Computing

Datenschutz und IT-Sicherheitsrecht

In der Veranstaltung geht es um die juristischen Aspekte, die im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten stehen. Personenbezogene Daten sind Informationen zu Einzelpersonen, wie sie beispielsweise über Online-Netzwerke wie Facebook oder Google+ ausgetauscht werden. Der Gesetzgeber räumt Privatpersonen das Recht der Selbstbestimmung über ihre Daten ein: Grundsätzlich hat jeder das Recht, zu bestimmen, welche Daten er über sich preisgeben möchte und zu welchem Zweck diese Daten verwendet werden sollen. Das Datenschutzrecht ist eine Querschnittsmaterie aus öffentlichem Recht, allgemeinen Datenschutzgesetzen und bereichsspezifischem Datenschutzrecht (Polizeirecht, Sozialrecht, …).
Jura, Datenschutz, personenbezogene Daten

Einführung in Internet Computing

Diese Vorlesung befasst sich grob mit vielen Themen des Internets. So werden von Netzwerkstrukturen über Netzwerkdienste bis hin zum Internet viele Konzepte präsentiert. Im zweiten Teil der Vorlesung bekommt man einen grundlegenden Einblick in client- sowie serverseitige Technologien wie HTML, CSS, JavaScript, Java-Applets und PHP. Einführung in Internet Computing stellt inhaltlich eine Basis für die Vorlesung Web Engineering und Rechnernetze dar.
Netzwerkstrukturen, LAN, WAN, Netzwerkdienste, ISO/OSI, Schichtenmodell, TCP, Internet, WWW, Client-Technologie, HTML, Metadaten, CSS, JavaScript, Server-Technologie, Java-Applets, PHP, Sessions

Einführung in das Internetrecht

Internetrecht befasst sich damit, wie bereits existierende Gesetze, die aus der realen Welt bekannt sind, auf das Internet ausgelegt werden, wie sie angepasst wurden oder ob sie noch angepasst werden müssen. So werden beispielsweise Parallelen gezogen zwischen dem klassischen Kauf in einem Laden und dem Online-Einkauf mit Rücksicht auf Gefahren für Käufer oder Verkäufer. Gesetzestexte werden nur ausschnittweise behandelt und stellen eigentlich eher eine Begleitung im Hintergrund dar.
Urheberrecht, Copyright, Onlineshops, Rückgaberecht, E-Commerce, Impressumspflicht, Domains

Geschäftsprozessmanagement

In dieser Vorlesung geht es hauptsächlich um Prozesse und das damit verbundene Denken in Prozessen. Es geht um die Frage, wie durch dieses prozessorientierte Denken in Unternehmen bzw. Organisationen eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit erzielt werden kann. Die Vorlesung zeigt auf, wie wichtig die strategische Bedeutung von Prozessabläufen in Unternehmen ist und wie solche Prozesse gestaltet, aber auch optimiert werden können.
Wirtschaft, Prozesse, Prozessoptimierung

Grundlagen der Mathematik 1

Die Vorlesung soll einen Einstieg in die Hochschulmathematik liefern, und beinhaltet wichtige Konzepte, die in anderen Vorlesungen als Basis vorausgesetzt werden. Am Anfang der Vorlesung werden Inhalte der Schulmathematik wiederholt, im zweiten Teil werden anspruchsvollere Themen bearbeitet. Als wichtige Grundlagen werden Vektoren- und Matrizenmultiplikation vermittelt, welche auch als Basis für das späteren Studium dienen.
Beweisstrategien, Mengen, Produktmenge, Kartesisches Produkt, Abbildung Äquivalenz, Ordnung, Mächtigkeit, Ordnungsrelationen, Algebrarische Grundstrukturen, Gruppen, Monoid, Ring, Körper, Vektor, Matrizen, Lineare Abbildung und Gleichungssysteme

Grundlagen der Mathematik 2

Die Folgevorlesung von Grundlagen der Mathematik ist vom Anspruch her nicht unerheblich höher als Vorlesung 1. Es werden einige Konzepte der Analysis, wie Folgen, Grenzwertsätze, Stetige Funktionen, Mittelwertsätze, Extrema etc. behandelt. Integralfunktionen über Winkelfunktionen kann als weiteres Beispiel genannt werden.
Konvergenz, Grenzwerte, Folgen, Grenzwertsätze, Monotomie, Schranke, Divergenz, Produktfolge, Bernoullische Ungleichung, Stetigkeit, Stetige Fortsetzung, Zwischenwertsatz, Ableitung, Approximation, Ableitungsregeln, Umkehrfunktion, Extrema, Taylor Polynome, Näherung, Stammfunktion, Integration, Flächeninhalt, Newton-Verfahren, Fixpunktsatz

IT-Management (früher Strategisches Informationsmanagement)

In dieser Wirtschafts-Vorlesung geht es u.a. um die Frage, wie man Informationen in Unternehmen bereitstellt. Viele Informationen, die im Unternehmen vorhanden sind, sind wichtige Wettbewerbsfaktoren. Daher ist es wichtig, dass eine passende Infrastruktur geschaffen wird, über die die Kommunikation dieser Informationen erfolgen kann. Ziel des strategischen Informationsmanagements ist also die (Weiter-)Entwicklung dieser Kommunikationswege.
Management, Informationen, Wirtschaft, Unternehmen, Kommunikation

Rechnerarchitektur

In der Vorlesung Rechnerarchitektur betrachtet man vor allem den internen Aufbau eines Computers. Dazu wird behandelt wie Daten gespeichert, Informationen dargestellt und Befehle auf Hardware-Ebene verarbeitet werden. Letztlich wirft man einen Blick auf Performanz und vor allem auch Performanzsteigerung. Um dabei auch Bezug zur Praxis zu erhalten, wird in den Übungen bisweilen Assembler programmiert.
Prozessorstrukturen, Befehlskodierung, Adressierung, Adressräume, Prozessor, ALU, MIPS, Assembler, TLB, Hauptspeicher, Festplattenspeicher, virtueller Speicher, Zugriffszeiten, Unterprogramme

Rechtsinformatik

Die Vorlesung Rechtsinformatik widmet sich der Problemstellung IT-basierte Angebote wie das Web 2.0 rechtskonform zu gestalten, jedoch ohne die Grenzen des Machbaren für die Technik oder den Betreiber zu überschreiten. Des Weiteren wird ein Gespür vermittelt, wer genau im Falle eines Rechtverstoßes haftet, und was als Rechtverstoß zu werten ist. Gesetzestexte werden nur ausschnittweise behandelt und stellen eigentlich eher eine Begleitung im Hintergrund dar.
Web 2.0, Haftung, User Generated Content, Überwachungspflicht, Datenschutz, Privatsphäre, Social Networking, Urheberrecht, Snipping, Blog

Informatik und Internet Computing

Algorithmen und Datenstrukturen

Die Vorlesung Algorithmen und Datenstrukturen ist eine der Grundlagenvorlesungen im Informatik-, sowie IC-Studium. Sie führt in Basisalgorithmen und -datenstrukturen der (objektorientierten) Programmierung ein. Dies sind beispielsweise Sortieralgorithmen, wie QuickSort, Suchalgorithmen, wie binäre Suche, oder auch einfache Netzwerkalgorithmen, wie Dijkstra. Bei den Datenstrukturen handelt es sich um einfache Strukturen wie Arrays, verkettete Listen und (balancierte) Bäume. Es werden die Grundlagen der Komplexitätstheorie vermittelt.
Algorithmus, Rechnermodell, O-Notation, Array, QuickSort, , MergeSort, Rekursion, Divide & Conquer, binäre Suche, verkettete Liste, ArrayList, Heap, Queue, Baum, B-Baum, Heap, AVL-Baum, Dijkstra, dynamische Programmierung

Datenbanken und Informationssysteme

Datenbanken und Informationssysteme führt umfassend in den Umgang mit relationalen Datenbanken ein. Zunächst wird die Modellierung relationaler Datenbankschemata behandelt. Es folgt eine Einführung in SQL sowie die Implementierung von Datenbankanwendungen mit Java/JDBC. Neben SQL werden abstrakte Anfragesprachen wie relationale Algebra, Tupel-/Domänenkalkül und Datalog, die sich gut zur Modellierung von Datenbankanfragen eignen, betrachtet. Um unerwünschte Redundanzen in relationalen Datenbanken vermeiden zu können, ist es notwendig sich mit funktionalen Abhängigkeiten und der Normalformenhierarchie auseinanderzusetzen. Abschließend wird eine Einführung in Transaktionssysteme und Anfrageoptimierung gegeben.
Entity Relationship, Primärschlüssel, SQL, JDBC, relationale Algebra, Domänenkalkül, Tupelkalkül, Datalog, relationale Vollständigkeit, funktionale Abhängigkeit, Normalformen, Abhängigkeitserhaltung, Transaktionssysteme, Scheduler, Query-Optimierung

Datenmodellierung

Datenmodellierung stellt grundsätzliche Entity-basierte Modellierungs-Ansätze vor (z.B. Entity Relationship Modell). Desweiteren werden die Unified Modelling Language (UML) vorgestellt und erste Modellierungen sowohl mit dem Entity Relationship Modell als auch mit UML vorgenommen. Auch Prädikatenlogik wird zur Datenmodellierung verwendet, ebenso XML.
ER-Modell, XML, UML, Prädikatenlogik

Grundlagen der Informatik

Bei den Grundlagen der Informatik handelt es sich um eine Vorlesung mit vielen verschiedenen Inhalten. Um möglichst viele dieser Themen praktisch greifbarer zu machen, wird auf die funktionale Programmiersprache Haskell zurückgegriffen. Neben der Programmierung mit Haskell stehen die vollständige Induktion, boolesche Algebra, Beschreibung von Programmierspachen sowie Übergabemechanismen im Vordergrund.
Betrachtungsebenen, Informationssysteme, Induktion, strukturelle Induktion, Aussagenlogik, boolesche Terme, Haskell, Typen, Typkonstruktoren, Korrektheit, Rechnerstrukturen, Rekursive Datentypen, Module, Formale Beschreibung von Programmiersprachen, BNF, Syntax, Imperative Programmierung, Funktionale Programmierung, Parameterübergabe, call-by-value, call-by-reference, call-by-value-result, call-by-result, call-by-name, Verifikation

Grundlagen der IT-Sicherheit

Die Vorlesung gibt einen Überblick über grundlegende Probleme im bereich der IT-Sicherheit. Nach einer Einführung über verschiedene Bedrohungen im Internet und allgemeinen Erkenntnissen bzgl. Sicherheits-Stratiegien und Sicherheits-Zielen folgt eine knappe Einführung in die Möglichkeiten der Authentifizierung. Im Kryptographie-Teil werden die Grundlagen, symmetrischen (z.B. AES und DES) und asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren (RSA) kurz angeschnitten. Im weiteren werden verschiedene Versionen der Hashverfahren, Message Authentication Codes und digitale Signaturen vorgestellt. Ebenso wird eine kurze Übersicht über verschiedene Möglichkeiten der Netzwerk-Sicherheit gegeben. Auch verschiedene Sicherheits-Modelle werden angesprochen.
Risk, Threats, Assets, Vulnerabilities, Security-Objectives, Security-Strategies, Authentication, Kryptographie, symmetrische + asymmetrische Verschlüsselung, RSA, AES, DES, Hash, MAC, Digital Signatures, Bell-LaPadula

Programmieren I

In Programmieren 1 lernt man gundlegende Programmierkonzepte am Beispiel von Java kennen. Außerdem gibt die Vorlesung Einblicke in die objektorientierte Programmierung.
Neben dem Theorieteil liegt ein besonderer Fokus der Vorlesung auf dem Erlernen praktischer Programmierkenntnisse. Hierzu sind regelmäßig Übungsaufgaben zu bearbeiten. Ein Schwerpunkt der Prüfung ist ebenfalls das Umsetzen von Problemstellungen in Java Code.
Java, Programmieren, Methoden, Klassen, Objekte, OOP, Kontrollfluss, Rekursion, Eclipse

Programmieren II

In Programmieren II werden weiterführende Themen der Java-Programmierung behandelt. So wird hier intensiv auf alle Möglichkeiten der objektorientierten Programmierung eingegangen, welche eine Basis für weitere Inhalte der Vorlesung darstellen. Diese umfassen neben der Thread und GUI-Programmierung auch eine ausführliche Behandlung der Java-API. Anstatt einer Prüfung werden im Laufe des Semsters mehrer benotete Programmieraufgaben gestellt.
Programmierstil, Objekt, Klassen, OOP, Fehlerbehandlung, Ein-und Ausgabe, Generics, Container, Nebenläufigkeit, Threads, Thread-Programmierung, Swing, GUI, GUI-Programmierung

Rechnernetze I

In der Vorlesung Rechnernetze I erhält man einen Überblick darüber, woraus Rechnernetze und das Internet bestehen und wie diese organisiert und aufgebaut sind. Der Umgang mit Netzwerkprotokollen wird dabei aber nicht nur in der Theorie behandelt, sondern auch mit Client-/Server-Eigenimplementierungen in Java und bekannten Kommandozeilentools geübt.
Netzwerk, Internet, Übertragungsdauer, Server, Client, Peer-to-Peer, verbindungslos und verbindungsorientiert, zuverlässig und nicht-zuverlässig, IP, UDP, TCP, RTT, Port, Java, Routing

Schaltnetze und Schaltwerke

Schaltnetze und Schaltwerke beinhaltet boolsche Logik Grundlagen, Programmable Logic Arrays und kleinere Schaltungen wie die Flipflopschaltung.
Neben den boolschen Operatoren werden diese später als Grundlage für den Aufbau kleinerer Schaltungen genutzt. Zudem werden die verschiedenen grundlegenden Zahlenrepräsentationen vorgestellt.
PLA, Boolsche Operatoren, Boolesche Funktionen, zweistufige Minimierung, Kombinatorische Schaltungen, Zahlenrepräsentationen

Software Engineering

In Software Engineering wird man daran herangeführt, wie Softwareentwicklung professionell, kundennah, teamfähig und weniger fehleranfällig organisiert und betrieben werden kann. Dafür werden mehrere Entwicklungsmodelle und deren einzelne Phasen nach Stärken und Schwächen analyisiert, es werden die Möglichkeiten der Modellierung mit UML und Entity Relationship betrachtet, sowie Einblicke in die Verifikation von Software gegeben.
UML, ER, Petrinetze, Verifikation, Hoare-Kalkül, Pflichtenheft, Lastenheft, Entwicklung, Prototyping, Wasserfall-Modell

Technische Grundlagen der Informatik

Die Vorlesung Technische Grundlagen der Informatik ist eine Fortsetzung der Veranstaltung Schaltnetze und Schaltwerke. Es werden tiefergreifende Konzepte der technischen Informatik betrachtet. Nach der Einführung in aussagenlogische Grundlagen wird die Implementierung von Zeichencodierung behandelt. Als Beispiel für eine Zeichencodierung wird die Huffman-Codierung genauer betrachtet.
Das zweite große Thema der Vorlesung ist die Timinganalyse integrierter Schaltungen. Dabei wird untersucht welchen Einfluss die Signalverzögerung unterschiedlicher Logikgatter und Teilschaltungen auf die gesamte Schaltung hat. Mit diesem Wissen wird anschliessend ein vollständiger einfacher Von-Neumann-Rechner konstruiert. Dessen Programmierung kann mit Hilfe eines Simulators ausprobiert werden.
Schlussendlich wird das Thema Test und Validierung von Schaltungen behandelt.
Aussagenlogik, KDNF, BDD, Shannonscher Entwicklungssatz, Zeichencodierung, Huffman Code, Hamming-Abstand, Präfixcode, k-fehlererkennend, Timing Analyse, Spike, Von-Neumann, Programmabarbeitung, Qualitätssicherung, Validierung, Testmustergenerierung

Theoretische Informatik I

Theoretische Informatik I bietet eine Einführung in die theoretischen Grundlagen der Informatik. Zunächst wird der Begriff einer Sprache als Menge von Zeichenketten, die eine bestimmte Bedingung erfüllen, definiert. Anschließend werden verschiedene Beschreibungsmodelle für Sprachen, wie endliche Automaten oder Turingmaschinen, betrachtet. Die Modelle werden in ihrer Mächtigkeit verglichen und ihre Beziehungen zueinander werden untersucht. Es wird untersucht, welche Sprachen überhaupt berechenbar sind, das heißt, dass die Konstruktion einer Maschine möglich ist, welche entscheidet, ob eine Eingabe Element einer Sprache ist, oder nicht. Schlussendlich wird die Grundlage für das Verständnis des P-NP-Problems geschaffen. Eine Besonderheit der Veranstaltung, welche immer im Wintersemester stattfindet, ist, dass die Klausur bereits um Weihnachten stattfindet.
reguläre Mengen, reguläre Ausdrücke, endliche Automaten, Grammatiken, Pumping Lemma, kontextfreie Sprachen, kontextfreie Grammatiken, eBNF, Kellerautomaten, Abschlusseigenschaften einer Sprache, Turingmaschinen, Berechenbarkeitsmodelle, Halteproblem, Diagonalsprache, Universelle Sprache, Reduktion, P-NP, Nicht-Determinismus

Verteilte Systeme

Die Vorlesung Verteilte Systeme befasst sich mit den Besonderheiten und Herausforderungen verteilter Softwaresysteme. Ein verteiltes System besteht aus einer Menge von Prozessen, die auf verschiedenen Rechnern ausgeführt werden und dabei eine gemeinsame Aufgabe erfüllen. Es werden Algorithmen für Herausforderungen wie die Synchronisierung der Systemzeit zwischen den beteiligten Computersystemen und das Herstellen einer globalen Ordnung auf im verteilten System zwischen den Prozessen versendeten Nachrichten untersucht. Mitunter ist es in verteilten Systemen erforderlich, dass sich die Prozesse auf einen gemeinsamen Wert für eine Variable einigen oder einen Prozess auswählen, der eine bestimmte Aufgabe übernimmt. Hierfür werden passende Einigungsalgorithmen beschrieben. Neben der Vorlesung erfolgt in den Übungen eine Einführung in die Programmierung in C und es werden einige der in der Vorlesung gelernten Verfahren selbst implementiert.
Christians Algorithmus, Lattice, Nachricht, Ordnung, Happened-Before-Relation, Einigungsalgorithmus, NTP, Snapshot-Algorithmus, Clock-Drift, logische Uhr, verteiltes Betriebssystem, Peer to Peer, Server, Client, Master

Web-Engineering

Die Vorlesung Web-Engineering ist sehr praxisorientiert. Man sollte aus diesem Grund auch relativ viel Zeit mit bringen, um für die praktischen Übungsblätter mehrere Stunden aufwenden zu können.
Die Klausur setzt sich hierbei auch aus 50% Praxis und 50% Theoriewissen zusammen. Der Stoff ist umfangreich, dafür allerdings auch sehr interessant. Praktischer Schwerpunkt in Web-Engineering ist das Entwicklen von kleinen Web-Anwendungen auf Basis von Java Servlets und Java Server Faces (JSF 2). Hierbei werden die Implementierung, die Einbindung und Anwendung verschiedener Entwicklungsframeworks, Modellierung und der Entwicklungsprozess betrachtet. Der theoretische Teil von Web-Engineering beschäftigt sich hingegen mit Suchmaschinen, Information Retrival, Semantic Web (insbesondere Linked Open Data), Web Services und Web 2.0.
Java Servlets, JSP, Sessionmanagement, Java-Beans, JSF, Web Modellierung, Suchmaschinen, Information Retrival, Sematic Web, Web 2.0, Ajax

Mobile und Eingebettete Systeme

Mathematik in technischen Systemen I

In MES wird Mathematik nicht über die normalen Informatiker-Mathevorlesungen (Lineare Algebra und Analysis) gelehrt, sondern über die Vorlesungen Mathematik in technischen Systemen I-III. Hier wird eine etwas anwendungsbezogenere Mathematik gelehrt, in der die Beweisführung zwar gezeigt, aber nicht in dem Maße wie in Lineare Algebra und Analysis verlangt wird. Der Fokus liegt außerdem auf der Mathematik für Ingenieure, d.h. der Mathematik, die in der Elektrotechnik sowie im Ingenieurswesen gebraucht wird.
Beweistechniken, Aussagenlogik, naive Mengenlehre, Induktion, Komplexe Zahlen, Matrizen, Vektorgeometrie, Folgen, Reihen

Grundlagen der Informatik für MES

In Grundlagen der Informatik für MES werden grundlegende Konzepte der Informatik sowie die Bestandteile von Computern (insbesondere auch von eingebetteten Systemen wie Mikrocontrollern) gelehrt. Ebenso wird eine Einführung in die klassische imperative Programmiersprache C gegeben. In der zugehörigen Übung werden dann Programmieraufgaben in C sowie später auch Fragen zum Vorlesungssstoff gestellt.
Boolesche Logik, C, primitive Datentypen, Iterationen, Rekursionen, komplexe Datentypen, Automaten, Imperative Programmierung, Parameterübergabe, call-by-value, call-by-reference, Pointer, Datenhaltung im RAM, Zahlensysteme (Binär, Hexadezimal, Oktal), Codierung, Betriebssysteme, Geschichte der Informatik

Grundlagen der Elektrotechnik (früher: Grundlagen der Informationstechnik)

Die Vorlesung Grundlagen der Informationstechnik besteht aus einer Einführung in die Elektrotechnik mit Schwerpunkt auf der Nachrichtentechnik. Dabei werden zunächst die physikalischen Grundlagen der Elektrotechnik eingeführt sowie einfache Schaltungen und deren Funktionsweise gezeigt.
Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, Gleichstomlehre, Wechselstromlehre, elektrische Schaltkreise, Brückenschaltungen, Widerstände, Spulen, Kondensatoren, komplexe Wechselstromrechnung

Softwaretechnik für Eingebettete Systeme

In Softwaretechnik für Eingebettete Systeme werden ähnlich wie in Software-Engineering die Methoden professioneller Softwareentwicklung sowie Grundlagen des Projektmanagements erläutert. Darüber hinaus wird eine Vertiefung der Programmierkenntnisse und eine Einführung in die Objektorientierte Programmierung (OOP) gegeben. Dazu wird die Programmiersprache Java verwendet. Außerdem werden grundlegende Algorithmen und Datenstrukturen eingeführt und in Java implementiert.
Projektmanagement, professionelle Softwareentwicklung, UML, Java, OOP, Listen, Bäume, Graphen, Entwurfsmuster

Englisch für Studierende der FIM (AS 1 bzw. AS 2)

Diese Veranstaltung war ehemals eine Schlüsselqualifikation. Nun ist sie in die normale Sprachenstruktur (Grundstufe, Aufbaustufe, Hauptstufe) eingebunden und als fachspezifische Fremdsprachenausbildung (FFA) verankert. In diesem Sprachkurs werden neben der Sicherheit beim Sprechen und Schreiben auch die Präsentationsfähigkeiten verbessert. Die Einstufung in die unterschiedliche Kurse (AS 1/AS 2 bzw. z.T. auch HS 1.1) erfolgt über einen Online-Einstufungstest.

Sensorik und Aktuatorik

Hierbei wird, aufbauend auf den Elektrotechnik-Kenntnissen aus Grundlagen der Informationstechnik, näher auf Messtechnik, Fehlerfortpflanzung und Brückenschaltungen eingegangen. Darüber hinaus werden Grundbegriffe der Aktuatorik, insbesondere aus der Robotik, gelehrt.
Elektrotechnik, Brückenschaltungen, Robotik, Messtechnik, Statistik, resistive Messsysteme, induktive Messsysteme

Praktikum Software Hardware Codesign

In diesem Praktikum wird in praktischen Übungen die Hardwarebeschreibungssprache VHDL (Virtual Hardware Description Language) gezeigt. Damit kann man logische Schaltungen, wie man sie aus Schaltnetze und Schaltwerke sowie aus Rechnerarchitektur kennt, in einer Programmiersprache beschreiben, kompilieren und dann auf einem FPGA (Field Programmable Gate Array) ausführen. Der Umgang mit VHDL ist sehr ungewohnt, weshalb das Praktikum nicht zu unterschätzen ist. Darüber hinaus wird kurz auf die Ansteuerung von Hardwareelementen (Motoren, etc.) mit C eingegangen.
VHDL, Quartus II, Schaltkreise, FPGA, C

Programmierung in Java

In Programmierung in Java wird Java für MES-Studierende als Vergleich zu C/C++ gelehrt. Daher wird insbesondere auf die Spezialitäten von Java eingegangen. Diese Veranstaltungen ist keine Vorlesung, vielmehr löst man Übungsaufgaben großteils selbst in den Übungsstunden sowie zuhause. Nach einer vergleichsweise leichten Einführung steigt das Niveau rasch an. Die Prüfung ist keine Klausur, sondern wiederum eine Programmieraufgabe, welche man selbstständig im Verlaufe einiger Tage löst. Nach der Abgabe muss man seine Lösung darüber hinaus noch präsentieren.
Java, GUI, Swing, Threads, Generics, OOP