Infoveranstaltung der FIM am 03.06.14

Auf der Infoveranstaltung der Fakultätsleitung am 03.06.14 gab es Informationen dazu, wie sich unsere Fakultät in Zukunft entwickeln wird. Dabei spielen vor allem die Änderungen im Bachelor Internet Computing und Informatik eine große Rolle, aber auch die Einführung des neuen Studiengangs Bachelor Mathematik.
Dieser wird ab dem Wintersemester 14/15 an der FIM angeboten. So haben besonders Lehramtsstudierende mit den Fächerkombinationen Info/Mathe/Wirtschaft die Möglichkeit, ohne erheblichen Mehraufwand noch einen zusätzlichen Bachelorabschluss zu erwerben.

Durch die Reakkreditierung stehen dem Bachelor Informatik und der Bachelor Internet Computing einige Änderungen bevor. Davon ist man aber nur betroffen, wenn man sich im Wintersemester 14/15 dafür einschreibt oder den Studiengang wechselt.

Allgemeine Studien- und Prüfungsordnung

Mit der Einführung der StuPOs wird auf ein neues System umgestellt. So gibt künftig eine Allgemeine Studien- und Prüfungsordnung (AStuPO), die für alle Bachelorstudiengänge der FIM gilt. Darüber hinaus gibt es für jeden Studiengang eine (vergleichsweise kurze) Fachstudien- und Prüfungsordnung (FStuPO), in der nur noch solche Dinge geregelt sind, die nur für diesen Studiengang gelten. Mit dieser Umstellung ergeben sich auch einige Änderungen bzw. Vereinheitlichungen, die wir im folgenden ausschnittsweise vorstellen

Lehrveranstaltungen werden künftig in Modulgruppen organisiert, die in der Regel einen thematischen Zusammenhang haben. Künftig gibt es keine Vorlesungen mehr, die nur halb für die Abschlussnote zählen, dafür kann man eine beliebige bestandene Prüfung in jeder Modulgruppe „streichen“, sodass diese nicht in die Endnote einfließt. Die Basismodule bei MES entfallen damit ebenfalls.

Prüfungsleistungen dürfen nur noch drei mal wiederholt werden, das gleiche gilt bereits jetzt (nach den alten StuPOs) bei Lehramt und MES. Falls eine Prüfung nicht bestanden wird, muss sie spätestens innerhalb eines Jahres erneut angetreten werden.
Bei einem Wechsel von Mathematik auf Informatik (oder andersherum) erhaltet ihr aber erneut drei Versuche für eine Prüfung.

Bachelor Informatik

Im Bachelor Informatik gibt es anstatt der Vorlesung „Schaltnetze und Schaltwerke“ und „Technische Grundlagen der Informatik“ jetzt nur noch „Technische Informatik“. Neu hinzu kommt die Vorlesung „Grundlagen der IT-Sicherheit“.

Bachelor MES

Beim Bachelor MES wird die Vorlesung „Schaltnetze und Schaltwerke“ durch „Technische Informatik“ ersetzt und „Secure and Reliable Embedded Systems“ fliegt komplett raus. Dafür wird der Aufwand für die Vorlesung „Grundlagen der Informatik“ in Zukunft mit 10 ECTS-Punkten honoriert. Auch für „Grundlagen der Mensch-Maschine-Interaktion“ und „Rechnernetze“ erhält man jeweils ein ECTS-Punkt mehr.
Das MES-Praktikum wird auf die einzelnen MES-Lehrstühle zugeschnitten sein. Der Forschungs- und Praxisbezug soll im Vordergrund stehen, während das Entwicklungsmodell von der konkreten Themenstellung abhängt.
Für den MES-Master gibt es schon erste Planungen, allerdings wird er noch eine Weile in den Kinderschuhen stecken, da im Moment nicht alle Lehrstühle besetzt sind. Der Beginn soll ab Wintersemester 15/16 möglich sein.

Bachelor Internet Computing

Die meisten Änderungen gibt es beim Bachelor Internet Computing, der stark umstrukturiert wurde. Es gibt insgesamt 8 Modulgruppen und ein Nebenfach.  Die Vorlesung „Rechnerarchitektur“ fällt nun weg, dafür kommen unter anderem „Mensch-Maschine-Interaktion“, „Web-Science“ und „Funktionale Sicherheit“ dazu. Die Vorlesung Datenbanken und Informationssysteme wird zweigeteilt, davon wird nur die erste Pflicht sein. Auch müssen nur noch 3 ECTS-Punkte mit einer Schlüsselqualifikation oder einer Sprache erworben werden.
Als Nebenfach kann man „Gesellschaftliche und rechtliche Aspekte des Internet Computing“ mit einer kommunikations- und geisteswissenschaftlichen Ausrichtung oder „Internet, Wirtschaft und Recht“ wählen, das vor allem Themen wie Geschäftsprozesse, Datenmanagement und Rechtsinformatik behandelt. Im Nebenfach müssen insgesamt 35 ECTS-Punkte erworben werden.
Ein Master, der direkt auf den Bachelor Internet Computing aufbaut, ist nicht geplant.

Wenn ihr aktuell Internet Computing studiert und euch für die neue Studienordnung interessiert, könnte es einige Probleme geben. Da aber noch nicht geklärt ist, ob es eine Übergangsregelung geben wird oder ob ein Wechsel möglich sein soll, werden wir euch auf dem Laufenden halten!

Nachtrag: Leider wird es nicht möglich sein, die Studien- und Prüfungsordnung zu wechseln. In den neuen StuPOs steht explizit, dass für Studierende der alten StuPO auch weiterhin die die alte StuPO gilt. Diese Regelung greift sogar bei Exmatrikulation und Re-Immatrikulation.

Damit ihr bei drei Prüfungs-Versuchen die Vorlesungen besser einschätzen könnt und auch um mehr Transparenz an der Fakultät zu schaffen, kann man die Ergebnisse der Lehrevaluation künftig im Dekanat einsehen. So erhaltet ihr ein besseres Bild über die Schwierigkeit und den Zeitaufwand der Vorlesungen.

Falls ihr bei den Änderungen den Überblick verloren habt oder noch genauere Informationen benötigt, freuen wir uns auf eure Nachfragen, z.B. direkt hier als Kommentar, per Mail oder persönlich in unserem Büro.

8 Gedanken zu „Infoveranstaltung der FIM am 03.06.14

  1. Die vielen Aenderungen bei IC (und damit die gestiegenen Unterschiede zu Inf) werden aber ein grosses Problem fuer Wechsler (vor alle in hohen Semestern) werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es wie bisher mit nur 2 Extra-Semestern fuer alle IC-Vls (die es bei Inf nicht gibt oder nur Wahlfach sind) getan ist.

    • Das ist richtig und auch beabsichtigt. IC ist jetzt ein Studiengang mit deutlich eigenständigerem Profil und grenzt sich deutlicher von der Informatik ab.

      • Stark abgegrenzte Studiengaenge an sich finde ich auch gut und sinnvoll. „Kleine“ Varianten koennen ja durch Schwerpunkte realisiert werden wie es mit BWL, Mathe und Sprachen schon gemacht ist bei Inf und bei IC dann auch kommt.

        Aber nach den Aenderungen werden viele (ich kenne den Anteil der IC-Absolventen mit Inf-Vergangenheit nicht, aber es werden schon einige sein) vor Problemen stehen. Der Wechsel von Inf nach IC wird bei fast allen Faellen an dem Scheitern in den harten Mathe-VLs in Inf liegen. Studium abbrechen und alles bisher gemachte „wegwerfen“ obwohl einem nur mehr 2 oder 3 VLs zum kompletten Bachelor fehlen bedeutet viel Zeitverlust und vermutlich nach der Umstellung 3 oder vllt. sogar 4 Semester laenger bis zum BA-Abschluss studieren kann auch zum (finanziellen) Problem werden. Die meisten Wechsler bisher haben aber dann IC gut geschafft, zumindest die, die ich kenne.

        Irgendwie tun mir die Studenten leid, die in Zukunft an Mathe scheitern. Wie man dieses Problem abfangen koennte, kann ich mir leider auch nicht vorstellen…

        • Mit tun auch alle leid, die an Mathe scheitern, aber das, was wir hier verlangen, ist sogar eher wenig. Wir haben die Mathe-Vorlesungen jetzt alle in den ersten drei Semestern, vor allem natürlich mit dem Ziel, daß die Stochastik im direkten Anschluss an die Analysis und ohne Parallelität zum SEP schneller geschafft wird. Außerdem werden die, die wirklich an der Mathematik scheitern (trotz ernsthaftem Studium, Bearbeiten der Übungen, Lernen für die Klausur und was es sonst noch an abwegigen Konzepten gibt), das damit auch früher merken. Generell rate ich sowieso dazu, erst die Prüfungen eines Jahres abgeschlossen zu haben, bevor mit dem nächsten anfängt und nicht die Bachelorarbeit mit dem „todsicheren“ Gefühl zu beginnen, irgendwann klappe es schon mit der Linearen Algebra …
          Ansonsten ist es eine Abwägung und ich denke, der IC hat es verdient, eigenständig zu sein, was ja auch die Leute aufwertet, die sich von Anfang an und bewusst für diesen Studiengang entschieden haben.

          • Woran liegt es eigentlich, dass die Informatik-ohne-Nebenfach-Mathe-Studenten keine eigenen Mathevorlesungen bekommen (damit meine ich nicht eine light-Variante, sondern eine an die fachlichen Anforderungen zukünftiger Informatiker angepasste Veranstaltung)? Zu wenig Nachfrage und/oder Personal?

  2. Hallo!

    Ich habe eine Frage zu den Wiederholungsversuchen bei Lehramt:
    Das gilt aber nur für diejenigen, die letztes Jahr glaube ich (zum SS 13?) ihr Lehramtsstudium begonnen haben, oder?
    Ich habe im WS 10/11 (neue LPO) mein Studium begonnen und habe weiterhin unbegrenzt viele Versuche, ist das richtig?

    Schöne Grüße

  3. Hallo Stefan,

    die 3 Wiederholungsversuche gelten grundsätzlich für alle Lehramtsstudierenden, da im letzten Sommersemester (SS13) erstmalig eine StuPO für die Lehramtsstudiengänge eingeführt wurde. Diese gilt seitdem für alle Lehramtsstudierenden, auch für solche, die ihr Studium bereits vor dem SS13 begonnen haben.
    Jedoch haben wir damals gemeinsam mit der FS Philo eine Übergangsregelung ausgehandelt. Demnach können alle Module, die bis zum 01.04.2014 mit ungenügend in HISQIS eingetragen wurden, weiterhin unendlich oft wiederholt werden. Dies hat im SS13 auch dazu geführt, dass viele Lehramtsstudierende sich für alle bevorstehenden Prüfungen angemeldet haben und nicht angetreten sind. Details zu den Geschehnissen im SS13 findest du auch in unserem Beitrag zu diesem Thema [1].

    Gerne können wir dich auch weiterführend zu den Lehramtsprüfungen beraten. Kontaktiere uns dazu einfach unter fsinfo@fim.uni-passau.de, dann werden sich die Lehramtsstudierenden in der Fachschaft um dein Anliegen kümmern und können ggf. einen Termin mit dir ausmachen.

    Viele Grüße
    Marco

    [1] https://fsinfo.fim.uni-passau.de/2013/05/neufassung-der-lpo-vom-14-05-2013/

    • Bei allem Respekt für die Hilfe durch die Fakultät würde ich verbindliche Fragen dennoch an den Fachstudienberater (ggf. Nachfrage im Dekanat) oder das ZLF stellen.

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